Packliste Roadtrip

Vom NanoPack-Team · Aktualisiert am · Mit offiziellen Quellen abgeglichen

Was du für den Roadtrip mit dem Auto einpackst: Sortier es in drei Stapel. Zuerst das, was Fahrzeug und Papiere in Ordnung hält, das Warndreieck, eine Warnweste für jeden Insassen, ein Verbandskasten, der nicht abgelaufen ist, dazu Führerschein, Fahrzeugschein und die grüne Versicherungskarte ausgedruckt. Dann alles fürs Ausland und die Städte, die Vignette für Österreich, die Schweiz und Slowenien, Bargeld oder Karte für die Mautstationen in Italien, die deutsche Umweltplakette und für Frankreich die Crit'Air-Vignette. Erst danach kommt der Komfort für die Stunden dazwischen, Getränke und Snacks in Reichweite des Fahrers, ein Nackenkissen, ein Müllbeutel für den Fußraum und Offline-Karten fürs Funkloch. Ganz nach hinten kommt das Set, das du nie öffnen willst, Starthilfe, Reifenpannenset, Taschenlampe und die Nummer deiner Pannenhilfe. Reifendruck, Reserverad und Ölstand prüfst du in der Einfahrt, nicht am Standstreifen.

Roadtrip: das Wichtigste auf einen Blick

  • Warndreieck, Warnweste je Insasse und ein aktueller Verbandskasten
  • Führerschein, Fahrzeugschein und die grüne Versicherungskarte
  • Vignette für Österreich, die Schweiz und Slowenien
  • Bargeld oder Karte für die Mautstationen in Italien
  • Deutsche Umweltplakette und Crit'Air-Vignette für Frankreich
  • Handyhalterung, Ladegerät und ein Offline-Navi
  • Getränke und Snacks in Reichweite des Fahrers
  • Ein Nackenkissen, eine Reisedecke und ein Müllbeutel
  • Starthilfe, Reifenpannenset und eine Taschenlampe
  • Eine Parkscheibe, in vielen Städten Pflicht

Ein Roadtrip entscheidet sich selten am Ziel, sondern an zwei Stellen, an die beim Kofferpacken keiner denkt, an der Kontrolle und an der Grenze. Fehlt die Warnweste oder ist der Verbandskasten abgelaufen, kostet das bei der ersten Polizeikontrolle Geld, und wer ohne Vignette über die österreichische Autobahn rollt oder ohne Crit'Air in eine französische Umweltzone fährt, zahlt schnell ein Vielfaches der Plakette. Deshalb kommt beim Auto zuerst das Fahrzeug dran und nicht die Kleidung, die Pflichtausstattung vollständig und gültig, die Papiere griffbereit, die Maut und die Plaketten fürs Reiseland vorab geklärt. Danach packst du für die Stunden dazwischen, denn ein Roadtrip ist vor allem Zeit im Sitzen, mit der immer gleichen Snackrotation und dem Beifahrersitz, der ab der vierten Stunde unbequem wird. Ganz nach hinten in den Kofferraum kommt das kleine Pannenset, das du hoffentlich nie brauchst. Diese Liste ist komplett, aber schlank, und so sortiert, wie die Reise abläuft, erst das Auto, dann der Komfort, dann der Notfall.

Was du nicht einpacken solltest

  • Ein voller Reservekanister im Innenraum · gefährlich und in Tunneln oft verboten, führ ihn leer mit und füll ihn nur im Notfall
  • Karten, die ein Netz brauchen · lad die Route offline, im Funkloch brauchst du sie am dringendsten
  • Ein ungeprüftes Reserverad · erst checken, ob es Luft hat und ob Wagenheber und Radkreuz dabei sind
  • So viel Gepäck, dass die Sicht nach hinten fehlt · die Heckscheibe muss frei bleiben, das ist Sicht und Pflicht zugleich
  • Wertsachen sichtbar im Auto · an jeder Raststätte ein Ziel, räum sie aus dem Blickfeld
  • Ein abgelaufener Verbandskasten · bei der Kontrolle und der Hauptuntersuchung ein Mangel, achte auf das Haltbarkeitsdatum

Pack-Tipps und typische Fehler

Erledige die Kontrolle in der Einfahrt, nicht am Standstreifen

Bevor du losfährst, geh das Fahrzeug einmal durch. Ist die Pflichtausstattung vollständig und gültig, also Warndreieck, eine Warnweste je Insasse und ein Verbandskasten, der nicht abgelaufen ist. Sind Führerschein, Fahrzeugschein und die grüne Versicherungskarte dabei. Prüf Ölstand, Kühlwasser und Wischwasser, den Reifendruck inklusive Reserverad, Licht und Wischer, und starte mit vollem Tank. Zehn Minuten in der Einfahrt ersparen dir Stunden am Standstreifen.

Maut und Vignette gehören vor die Grenze

Österreich, die Schweiz und Slowenien verlangen eine Vignette, und die kaufst du besser vorab digital, dann entfällt die Suche an der Grenze. Die Schweiz kennt nur die Jahresvignette, Slowenien gibt es nur noch als E-Vignette, und Österreich hat sie als Tages-, Wochen- oder Jahresversion. Italien tickt anders, dort zahlst du eine streckenbezogene Maut an der Schranke, mit Bargeld, Karte oder einer Mautbox. Ohne gültige Vignette wird es im Ausland schnell teuer, die Bußgelder liegen deutlich über dem Preis der Plakette.

Zwei Plaketten, nicht nur eine

Die deutsche Umweltplakette gilt nur in Deutschland. Für Frankreich brauchst du eine eigene Vignette, die Crit'Air, ohne die du in vielen französischen Umweltzonen ein Bußgeld riskierst. Bestell sie rechtzeitig über die offizielle Seite certificat-air.gouv.fr, der Versand dauert. Italien wiederum schützt seine Altstädte mit der ZTL, kameraüberwachten Fahrverbotszonen, in die du ohne Genehmigung nicht einfährst. Klär vor der Reise, welche Zonen auf deiner Route liegen.

Lad alles herunter, bevor das Netz weg ist

Offline-Karten, Playlists, Podcasts und die Filme für die Kinder speicherst du aufs Gerät, bevor du losfährst. Genau die Strecken ohne Empfang sind die, auf denen du die Navigation und die Unterhaltung am dringendsten brauchst. Im Ausland sparst du dir damit außerdem den Ärger mit dem Datenroaming, und das Navi findet den Weg auch dann, wenn das Handynetz an der Passstraße wegbricht.

Pack das Set, das du nie öffnen willst

Eine Starthilfe, sei es ein Kabel oder eine Starthilfe-Powerbank, ein Reifenpannenset oder ein geprüftes Reserverad mit Wagenheber, ein kleiner Kompressor, eine Taschenlampe und die Nummer deiner Pannenhilfe machen aus einer Panne einen kurzen Stopp statt einer Katastrophe. Wichtig ist, wo es liegt, Warndreieck und Warnwesten gehören griffbereit nach vorn, nicht unter den Koffern ganz hinten im Kofferraum, damit du sie im Ernstfall sofort hast.

Was am häufigsten vergessen wird

  • Die grüne Versicherungskarte, ausgedruckt auf Papier, denn das PDF am Handy reicht nicht
  • Die Vignette oder Maut fürs Reiseland, schon vor der Grenze gekauft
  • Die Umweltplakette, die deutsche fürs Inland und die Crit'Air für Frankreich
  • Offline-Karten aufs Handy geladen, bevor das nächste Funkloch kommt
  • Eine Parkscheibe fürs kostenlose Parken mit Ankunftszeit

Was viele hinterher vermisst haben

  • Eine Starthilfe-Powerbank, als die Batterie am kalten Morgen leer war
  • Ein Nackenkissen für die lange Etappe auf dem Beifahrersitz
  • Ein Müllbeutel für den Fußraum, bevor das Chaos überhandnahm
  • Ein Reifenpannenset, das aus einer Panne einen kurzen Stopp macht

Häufige Fragen

Was muss ich für einen Roadtrip mit dem Auto einpacken?

Sortier es in drei Stapel. Zuerst das Fahrzeug und die Papiere, also die Pflichtausstattung mit Warndreieck, einer Warnweste je Insasse und einem aktuellen Verbandskasten, dazu Führerschein, Fahrzeugschein und die grüne Versicherungskarte. Dann alles fürs Ausland und die Städte, die Vignette für Österreich, die Schweiz und Slowenien, die Maut für Italien und die Umweltplaketten, die deutsche und die Crit'Air für Frankreich. Zuletzt der Komfort für die Stunden dazwischen und das Pannenset im Kofferraum. Du kannst die Liste hier abhaken oder als PDF ausdrucken.

Welche Pflichtausstattung muss im Auto sein?

In Deutschland sind ein Warndreieck in zugelassener Form, ein Verbandskasten nach DIN 13164 und mindestens eine Warnweste vorgeschrieben, dazu musst du Führerschein und Fahrzeugschein mitführen. Achte darauf, dass der Verbandskasten nicht abgelaufen ist, sonst gilt er als Mangel. Im Ausland reicht eine Warnweste oft nicht, dort muss jeder, der bei einer Panne aussteigt, eine tragen, nimm also besser eine je Insasse mit.

Brauche ich im Ausland eine Vignette oder Maut?

Das hängt vom Land ab. Österreich, die Schweiz und Slowenien verlangen eine Vignette, die Schweiz nur als Jahresvignette, Slowenien nur noch digital als E-Vignette. Italien nutzt keine Vignette, sondern eine streckenbezogene Maut, die du an der Mautstation mit Bargeld, Karte oder Mautbox zahlst. Kauf die Vignetten am besten vorab digital, dann sparst du dir die Suche an der Grenze und das Bußgeld für die Fahrt ohne.

Brauche ich eine Umweltplakette im Ausland?

Die deutsche Umweltplakette gilt nur in Deutschland. Frankreich hat ein eigenes System, die Crit'Air-Vignette, die du für die dortigen Umweltzonen brauchst und über die offizielle Seite bestellst. Italien schützt seine Altstädte mit der ZTL, kameraüberwachten Fahrverbotszonen, in die du ohne Genehmigung nicht einfährst. Prüf vor der Reise, welche Umweltzonen und Fahrverbote auf deiner Route liegen.

Was vergisst man beim Roadtrip am häufigsten?

Die grüne Versicherungskarte ausgedruckt auf Papier, die Vignette oder Maut fürs Reiseland, die passende Umweltplakette, die Offline-Karten fürs Funkloch, eine Parkscheibe und eine Starthilfe für die leere Batterie. Es sind fast immer die Dinge rund ums Fahrzeug und die Grenze, die man übersieht, bis man an der Kontrolle oder an der Mautstation steht.

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