Backpacking Packliste

Vom NanoPack-Team · Aktualisiert am · Mit offiziellen Quellen abgeglichen

Was du fürs Backpacking einpackst: Backpacking ist ein Spiel mit dem Gewicht, jedes Teil muss sich seinen Platz auf deinem Rücken verdienen. Fang mit den zehn Essentials an, der bewährten Grundausrüstung für draußen (Orientierung, Sonnenschutz, Wärme, Licht, Erste Hilfe, Feuer, Messer, Reserveverpflegung, extra Wasser und ein Notfallschutz). Dann kommen dein Backpack mit Regenhülle, ein Schlafsystem, schnelltrocknende Kleidung im Schichtprinzip, ein Kocher fürs Trekking und eine durchdachte Reiseapotheke dazu. Bereite unterwegs jedes Wasser auf, auch aus der Leitung, lauf deine Wanderschuhe vorher ein, und je nach Ziel gehören ein Moskitonetz und Insektenschutz ins Gepäck. Kopier deine Reisedokumente und nimm ein Vorhängeschloss für den Hostel-Spind mit.

Backpacking Packliste: das Wichtigste auf einen Blick

  • Dein Backpack (50 bis 70 Liter) mit Regenhülle
  • Schlafsack, Isomatte und ein Hüttenschlafsack (Inlett)
  • Ein Wasserfilter oder Entkeimungstabletten
  • Schnelltrocknende Kleidung im Schichtprinzip
  • Eingelaufene Wanderschuhe und leichte Sandalen
  • Stirnlampe, Erste-Hilfe-Set und Blasenpflaster
  • Eine Reiseapotheke und Mückenschutz je nach Ziel
  • Reisepass, Kopien und ein Vorhängeschloss
  • Powerbank, Reiseadapter und Offline-Karten

Beim Backpacking trägst du wochenlang alles auf dem Rücken, jeden Berg hinauf und durch jeden Flughafen, deshalb ist das Gewicht die Grenze, die die ganze Liste formt. Und anders als im Wanderurlaub scheitern mehr Rucksackreisen an schlechtem Wasser, Magen-Darm-Infekten und Mückenstichen als am Wetter, weshalb eine zuverlässige Wasseraufbereitung, eine durchdachte Reiseapotheke und je nach Ziel ein Mückenschutz mehr wiegen als jedes clevere Gadget. Bau die Liste aus den zehn Essentials für die Sicherheit auf und kürz dann alles, was nicht Wärme, Wasser, Essen, Schutz oder Gesundheit ist, auf die leichteste Version herunter, der du vertraust. Wo du zwischen Hostels und Wildniscamping wechselst, deckt dieselbe Liste beides ab, vom Vorhängeschloss für den Spind bis zum Kocher am Trekking-Abend.

Was du nicht einpacken solltest

  • Baumwollkleidung · sie scheuert und bleibt auf einer langen Etappe stundenlang nass; nimm Merino oder Kunstfaser
  • Mehr als zwei bis drei Wechsel Kleidung · unterwegs waschen und mehrfach tragen, kein Outfit pro Tag
  • Nagelneue Wanderschuhe · erst auf Tagestouren einlaufen, sonst gibt es Blasen ab dem ersten Tag
  • Zu viel Bargeld an einer Stelle · verteil es und lass Wertsachen im Hostel-Safe
  • Teurer Schmuck und unnötige Wertsachen · sie ziehen Aufmerksamkeit an und sind schnell weg
  • Große Flaschen Shampoo und Duschgel · kauf kleine Größen unterwegs nach, das spart Gewicht und Platz

Pack-Tipps und typische Fehler

Fang mit den zehn Essentials an

Bevor ein einziges Komfortteil in den Rucksack wandert, sollten die zehn Sicherheitssysteme drin sein: Orientierung, Wärme, Wasser, Feuer, Licht, Erste Hilfe und ein Notfallschutz. Der Deutsche Alpenverein empfiehlt für jede Tour in die Berge eine vergleichbare Grundausrüstung mit Sicherheitsschwerpunkt. Alles danach muss sich sein Gewicht auf deinem Rücken verdienen, denn du trägst es den ganzen Tag.

Bereite jedes Wasser auf

Auf einer langen Rucksackreise ist schlechtes Wasser der häufigste Grund, warum jemand ein paar Tage flachliegt. In vielen Ländern gilt das auch für das Leitungswasser, nicht nur für den klaren Bergbach. Nimm einen Wasserfilter oder Entkeimungstabletten mit und bereite jede Quelle auf. Das wiegt fast nichts und erspart dir die schlimmste Woche deiner Reise. Als Faustregel gilt: schäl es, koch es oder lass es.

Kläre Impfungen und Mückenschutz vor der Abreise

Für Ziele in Südostasien, Südamerika oder Afrika lohnt sich eine reisemedizinische Beratung einige Wochen vor dem Flug, denn manche Impfungen brauchen mehrere Dosen und die Malariaprophylaxe hängt vom genauen Reiseziel ab. Das Auswärtige Amt und ein Tropen- oder Reisemediziner sagen dir, was dein Ziel verlangt. Ein imprägniertes Moskitonetz und ein Insektenschutz mit DEET gehören je nach Region dazu, denn Mücken übertragen mehr als nur Juckreiz.

Kopier deine Dokumente und sichere den Rucksack

Fotografier Reisepass, Visum, Versicherung und Impfpass, leg die Kopien in eine Cloud und nimm zusätzlich Papierkopien mit, getrennt vom Original. Ein kleines Vorhängeschloss sichert den Hostel-Spind und die Reißverschlüsse am Rucksack, und in Nachtbussen und Zügen bleibt der wertvolle Kram im Tagesrucksack bei dir am Körper. So wird aus einem Diebstahl ein Ärgernis und kein Reiseende.

Was am häufigsten vergessen wird

  • Ein Wasserfilter oder Entkeimungstabletten, trink nie unbehandeltes Wasser
  • Kopien deiner Dokumente, getrennt vom Original und digital in der Cloud
  • Ein Vorhängeschloss für den Hostel-Spind und den Rucksack
  • Mückenschutz und je nach Ziel ein Moskitonetz, eingepackt bevor du es brauchst

Was viele hinterher vermisst haben

  • Leichte Sandalen, um die Füße abends und unter der Dusche zu befreien
  • Elektrolyte für die langen, heißen Tage und nach einem Magen-Darm-Infekt
  • Ein Hüttenschlafsack (Inlett) für zweifelhaft saubere Hostel-Betten
  • Ohrstöpsel für den lauten Schlafsaal und die Nachtbusse

Häufige Fragen

Was muss auf eine Backpacking Packliste?

Ein Backpack mit Regenhülle, ein Schlafsystem, schnelltrocknende Kleidung im Schichtprinzip, eine Wasseraufbereitung mit Filter oder Entkeimungstabletten, eine gute Reiseapotheke und je nach Ziel ein Mückenschutz, dazu die zehn Essentials für die Sicherheit und deine Reisedokumente mit Kopien. Nimm von jedem nur die leichteste Version mit, denn jedes Gramm wandert mit dir bergauf. Du kannst die Liste hier abhaken oder als PDF ausdrucken.

Was sind die zehn Essentials beim Backpacking?

Orientierung (Karte, Kompass, Offline-Karten), Sonnenschutz, Wärme (eine zusätzliche Schicht), Licht (Stirnlampe), Erste Hilfe, Feuer, Messer oder Multitool, Reserveverpflegung, extra Wasser mit einer Möglichkeit zum Aufbereiten und ein Notfallschutz wie Rettungsdecke oder Biwaksack. Es ist die bewährte Grundausrüstung für draußen, der Deutsche Alpenverein empfiehlt eine vergleichbare Grundausrüstung für jede Tour in die Berge.

Wie groß sollte der Rucksack fürs Backpacking sein?

Für eine lange Rucksackreise reichen den meisten 50 bis 70 Liter, mit Wildniscamping und Zelt eher am oberen Ende, für reines Hostel-Hopping eher darunter. Wichtiger als die Liter ist die Passform: Der Hüftgurt muss das Gewicht auf die Hüfte bringen, nicht auf die Schultern. Nimm zusätzlich einen kleinen, faltbaren Tagesrucksack für Ausflüge mit.

Was braucht man fürs Backpacking in Südostasien?

Leichte, schnelltrocknende Kleidung, bedeckende Sachen für Tempelbesuche, kräftigen Insektenschutz und je nach Region ein Moskitonetz, eine Wasseraufbereitung, weil Leitungswasser oft nicht trinkbar ist, sowie eine Reiseapotheke mit einem Mittel gegen Durchfall und Elektrolyten. Kläre Impfungen und eine mögliche Malariaprophylaxe einige Wochen vor dem Flug reisemedizinisch ab.

Was sollte man beim Backpacking nicht einpacken?

Baumwolle, die nass stundenlang kalt bleibt, mehr als zwei bis drei Wechsel Kleidung, nagelneue Wanderschuhe, die Blasen machen, teuren Schmuck und große Flaschen Kosmetik. Wasch unterwegs und kauf kleine Größen vor Ort nach. Wertsachen verteilst du und lässt sie im Hostel-Safe, statt alles an einer Stelle zu tragen.

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