Packliste Reha und Kur

Vom NanoPack-Team · Aktualisiert am · Mit offiziellen Quellen abgeglichen

Was in den Koffer für die Reha gehört: Eine Reha oder Kur dauert meist rund drei Wochen und ist gut planbar, du kannst also in Ruhe packen. Zuerst die Dokumente, allen voran der Bewilligungsbescheid der Rentenversicherung oder deiner Krankenkasse, dazu die Einweisung und die Aufnahmeunterlagen der Klinik, ein aktueller Medikamentenplan, deine Arztberichte und Befunde, die Versichertenkarte, der Nachweis der Zuzahlung oder Befreiung und dein Allergiepass. Nimm alle Medikamente für die ganze Zeit mit, in der Originalverpackung. Fürs Programm brauchst du bequeme Bewegungskleidung und saubere Hallenschuhe für die Anwendungen, dazu Badesachen und einen Bademantel fürs Bewegungsbad. Für die Zeit dazwischen Alltagskleidung im Schichtsystem und feste Schuhe für draußen, denn Reha-Kliniken liegen oft im Grünen. Und weil viele Nachmittage und Abende frei sind, pack genug für die stillen Stunden ein: ein Buch, Handarbeit, Laptop oder Tablet. Nimmst du dein Kind mit zur Mutter-Kind-Kur, kommen seine Sachen und das Lieblingskuscheltier dazu.

Reha und Kur: das Wichtigste auf einen Blick

  • Der Bewilligungsbescheid der Rentenversicherung oder Krankenkasse
  • Ein aktueller Medikamentenplan und deine Arztberichte
  • Genug eigene Medikamente für die ganze Zeit, in der Originalverpackung
  • Versichertenkarte, Personalausweis und Allergiepass
  • Bequeme Bewegungskleidung und saubere Hallenschuhe für die Anwendungen
  • Badesachen und ein Bademantel fürs Bewegungsbad
  • Alltagskleidung im Schichtsystem und feste Schuhe für draußen
  • Genug für die vielen freien Nachmittage und Abende
  • Ein langes Handyladekabel und dein Kulturbeutel
  • Der Nachweis der Zuzahlung oder der Befreiung

Eine Reha ist die seltene Sorte Klinikaufenthalt, für die du wirklich packen kannst. Der Termin steht seit Wochen fest, du weißt ungefähr, dass es drei Wochen werden, und die Klinik schickt dir vorab ihre Aufnahmeunterlagen. Nutz diese Ruhe. Das Wichtigste sind nicht die Kleider, sondern die Papiere und die Medikamente: Ohne den Bewilligungsbescheid und einen aktuellen Medikamentenplan wird schon die Aufnahme am ersten Tag zäh, und deine eigenen Medikamente müssen für alle Wochen reichen. Danach wird es angenehm konkret. Du packst für ein Programm aus Bewegung, Anwendungen und Bewegungsbad, für die vielen freien Stunden dazwischen, die viele unterschätzen, und für Spaziergänge, denn Reha-Kliniken liegen oft ruhig am Ortsrand. Vollpension, Bettwäsche und die Therapiegeräte stellt das Haus. Diese Liste ist für einen planbaren Reha- oder Kuraufenthalt gedacht, nicht für eine Geburt, dafür gibt es die Kliniktasche, und nicht für eine kurzfristige Operation im Krankenhaus. Leg sie neben die Unterlagen deiner Klinik, denn was genau gestellt wird, hängt vom jeweiligen Haus ab.

Was du nicht einpacken solltest

  • Umgefüllte oder vorsortierte Medikamente · bring sie in der Originalverpackung mit, nicht zu Hause in eine Wochenbox sortieren
  • Wertsachen und teurer Schmuck · auf einer belegten Station gehen sie leicht verloren, lass sie zu Hause
  • Die halbe Garderobe · für mehrere Wochen reicht Kleidung für rund zwei Wochen, es gibt fast überall eine Waschmöglichkeit
  • Ein Reisebügeleisen oder eigene Heizgeräte · in vielen Häusern aus Brandschutzgründen nicht erlaubt
  • Große Lebensmittelvorräte · die Vollpension ist inklusive, ein paar Lieblingssnacks reichen
  • Viel Bargeld · die Zuzahlung lässt sich oft überweisen oder mit Karte zahlen, frag deine Klinik

Was die Reha-Klinik in der Regel stellt

Das ist von Klinik zu Klinik verschieden und steht meist in den Aufnahmeunterlagen, die dir das Haus vorab schickt. Lies sie durch, bevor du packst, und frag im Zweifel in der Klinik nach.

  • Bettwäsche und meist frische Handtücher · oft nur dünne, ein eigenes großes Handtuch ist angenehmer
  • Vollpension mit drei Mahlzeiten am Tag · auf Wunsch als Schon- oder Diätkost
  • Alle Anwendungen, Therapien und die Sport- und Trainingsgeräte
  • Medikamente während des Aufenthalts, je nach Kostenträger unterschiedlich · verlass dich nicht darauf, bring deine eigenen für die ganze Zeit mit
  • Oft einen Föhn und eine Grundausstattung auf dem Zimmer
  • Bei der Mutter-Kind-Kur die Kinderbetreuung während der Therapiezeiten

Pack-Tipps und typische Fehler

Erst die Papiere, dann der Koffer

Das Wichtigste an einer Reha passt in eine Klarsichthülle: der Bewilligungsbescheid der Rentenversicherung oder deiner Krankenkasse, die Einweisung und die Aufnahmeunterlagen der Klinik, dein aktueller Medikamentenplan und deine Arztberichte. Ohne den Bewilligungsbescheid und einen Medikamentenplan wird schon die Aufnahme am ersten Tag zäh. Die Klinik schickt dir vorab ihr Infomaterial, oft mit einer eigenen Liste, was du mitbringen sollst und was gestellt wird. Pack an diesem Papier entlang, dann übersiehst du nichts Wichtiges.

Medikamente reichen für die ganze Zeit, in der Originalverpackung

Nimm alle Medikamente mit, die du regelmäßig oder bei Bedarf nimmst, genug für die vollen Wochen und in der Originalverpackung, nicht vorsortiert in einer Wochenbox. Nur so erkennt die Klinik Wirkstoff und Dosierung sicher. Ob und welche Medikamente das Haus während des Aufenthalts stellt, hängt vom Kostenträger ab und ist unterschiedlich, verlass dich also nicht darauf. Denk auch an das, was leicht vergessen wird: die Ersatzbrille, Hörgerätebatterien, orthopädische Einlagen und, wenn du zu Hause misst, dein Blutdruck- oder Blutzuckermessgerät.

Pack für Anwendungen, Bewegungsbad und die Zeit draußen

Ein Reha-Tag besteht aus Bewegung. Du brauchst bequeme Sportkleidung in mehreren Sets, weil täglich etwas verschwitzt ist, und saubere Hallenschuhe mit heller, nicht abfärbender Sohle, die viele Häuser ausdrücklich verlangen. Fürs Bewegungsbad gehören Badesachen, ein Bademantel und Badeschuhe dazu. Und weil Bewegung an der frischen Luft zum Programm zählt, nimm feste, eingelaufene Schuhe und wetterfeste Kleidung mit, auch im Sommer.

Rechne mit viel freier Zeit

Die Therapie füllt selten den ganzen Tag. Nachmittage, Abende und oft die Wochenenden sind frei, und viele unterschätzen, wie lang diese Stunden ohne den gewohnten Alltag werden. Genau darin liegt aber der Wert einer Reha, plane die Ruhe also bewusst ein. Pack, was dir guttut: ein Buch, Handarbeit, ein Tablet oder einen Laptop mit Kopfhörern für den Videocall nach Hause, ein Kartenspiel für den Abend in Gesellschaft. Ein langes Ladekabel und eine kleine Steckdosenleiste helfen, weil die Steckdose selten am Bett ist.

Die Zuzahlung und wer sich befreien lassen kann

Bei einer stationären Reha der Deutschen Rentenversicherung zahlst du in der Regel 10 Euro pro Tag, höchstens für 42 Tage im Kalenderjahr, meist fällig am Anreisetag. Wer noch keine 18 Jahre alt ist oder während der Reha Übergangsgeld bekommt, zahlt nichts, und bei geringem Einkommen kannst du dich auf Antrag ganz oder teilweise befreien lassen. Zahlt deine Krankenkasse die Reha, gelten eigene Regeln. Was für dich gilt, steht in deinem Bewilligungsbescheid, im Zweifel fragst du bei deinem Kostenträger nach. Den Nachweis der Zuzahlung oder der Befreiung nimmst du mit.

Was am häufigsten vergessen wird

  • Der Bewilligungsbescheid, ohne ihn wird die Aufnahme zäh
  • Genug eigene Medikamente für alle Wochen, in der Originalverpackung
  • Saubere Hallenschuhe mit heller Sohle für die Anwendungen
  • Beschäftigung für die vielen freien Nachmittage, sie werden länger als gedacht
  • Ein langes Handyladekabel, die Steckdose ist selten am Bett

Was viele hinterher vermisst haben

  • Feste, eingelaufene Wanderschuhe für die täglichen Wege
  • Genug zum Lesen, Hören und Handarbeiten für die stillen Stunden
  • Eine warme Jacke und Regenkleidung, draußen bist du bei jedem Wetter
  • Ein eigenes Kissen, das das fremde Zimmer über die Wochen wohnlicher macht

Häufige Fragen

Was muss man zur Reha mitnehmen?

Zuerst die Dokumente: den Bewilligungsbescheid der Rentenversicherung oder deiner Krankenkasse, die Einweisung und die Aufnahmeunterlagen der Klinik, einen aktuellen Medikamentenplan, deine Arztberichte, die Versichertenkarte und den Personalausweis, dazu den Nachweis der Zuzahlung oder Befreiung und deinen Allergiepass. Nimm alle Medikamente für die ganze Zeit in der Originalverpackung mit. Fürs Programm brauchst du Bewegungskleidung, saubere Hallenschuhe, Badesachen und einen Bademantel, dazu Alltagskleidung im Schichtsystem und feste Schuhe für draußen. Und pack genug für die vielen freien Stunden ein. Du kannst die Liste hier abhaken oder als PDF ausdrucken.

Was stellt die Reha-Klinik, was muss ich selbst mitbringen?

Die meisten Reha-Kliniken stellen Bettwäsche, oft Handtücher, die Vollpension mit drei Mahlzeiten und natürlich alle Anwendungen und Sportgeräte. Ob und welche Medikamente das Haus während des Aufenthalts stellt, hängt vom Kostenträger ab, verlass dich nicht darauf und bring deine eigenen mit. Selbst dabei haben musst du auf jeden Fall deine Dokumente, deine Medikamente, Sport- und Badekleidung, Hallenschuhe, Alltagskleidung und deine Körperpflege. Was genau gestellt wird, steht in den Aufnahmeunterlagen, die dir die Klinik vorab schickt.

Wie viel Zuzahlung muss ich für die Reha zahlen?

Bei einer stationären Reha der Deutschen Rentenversicherung sind es in der Regel 10 Euro pro Tag, höchstens für 42 Tage im Kalenderjahr. Wer noch keine 18 Jahre alt ist oder während der Reha Übergangsgeld bezieht, zahlt nichts. Bei geringem Einkommen kannst du dich auf Antrag ganz oder teilweise befreien lassen. Bezahlt deine Krankenkasse die Reha, gelten eigene Regeln zur Zuzahlung. Was für dich gilt, steht in deinem Bewilligungsbescheid.

Was zieht man in der Reha an?

Tagsüber bequeme, atmungsaktive Bewegungskleidung und saubere Hallenschuhe für die Anwendungen, dazu Badesachen und einen Bademantel fürs Bewegungsbad. Für die Zeit dazwischen Alltagskleidung im Schichtsystem, weil sich geheizte Innenräume und kühle Spaziergänge abwechseln, und feste Schuhe für draußen, denn die Wege gehören zum Programm. Ein Kleidungsstück für einen schöneren Abend oder einen Ausflug reicht. Plane Kleidung für etwa zwei Wochen ein, waschen kannst du meist vor Ort.

Was nehme ich mit in die Mutter-Kind-Kur?

Zu deinem eigenen Gepäck kommen die Sachen deines Kindes: Kleidung für rund zwei Wochen, feste Schuhe und Matschkleidung fürs Draußenspielen, die Versichertenkarte des Kindes, das gelbe U-Heft und der Impfpass. Das Wichtigste fürs Einleben ist etwas Vertrautes, allen voran das Lieblingskuscheltier. Eine Mutter- oder Vater-Kind-Kur dauert in der Regel drei Wochen, die Kinderbetreuung während der Therapiezeiten übernimmt die Klinik. Die Zuzahlung von 10 Euro pro Tag zahlen nur Erwachsene, Kinder unter 18 sind befreit.

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