Packliste Alaska-Kreuzfahrt

Vom NanoPack-Team · Aktualisiert am · Mit offiziellen Quellen abgeglichen

Was du für eine Alaska-Kreuzfahrt einpackst: warme Schichten und darüber eine wirklich wasser- und winddichte Regenjacke (Hardshell), denn es bleibt auch im Juli kühl, nass und wechselhaft. Bau vom Merino-Unterhemd über eine Fleece- oder Daunenjacke bis zur Hardshell auf, dazu eine warme Mütze, Handschuhe und wasserdichte, griffige Schuhe für die nassen Landausflüge. Ein Fernglas gehört zwingend dazu, für Wale, Gletscher, Bären und Adler. Die Abende an Bord sind die legersten aller Kreuzfahrten, ein einziges schickes Outfit reicht für den eleganten Abend. Denk an ein Mittel gegen Reiseübelkeit für die offene Überfahrt, an Magnethaken für die Stahlwände der Kabine und an kleine US-Dollar-Scheine fürs Trinkgeld. Fürs Laden nimmst du einen US-Reiseadapter (Typ A und B) mit, denn die meist US-amerikanischen Alaska-Schiffe und der Start in Seattle laufen mit 120 Volt; deutsche Linien nutzen 220-Volt-Euro-Steckdosen, sieh in der Bordinfo deiner Reederei nach. Je nach Route reist du über die USA (Seattle) oder Kanada (Vancouver) an, prüf ESTA und eTA rechtzeitig.

Alaska-Kreuzfahrt: das Wichtigste auf einen Blick

  • Eine Regenjacke (Hardshell), wind- und wasserdicht
  • Warme Schichten: Merino, Fleece oder Daune
  • Eine warme Mütze, Handschuhe und ein Buff, auch im Sommer
  • Wasserdichte, griffige Schuhe für die Landausflüge
  • Ein Fernglas für Wale, Gletscher und Bären
  • Ein Mittel gegen Reiseübelkeit für die offene Überfahrt
  • Ein schickes Outfit für den eleganten Abend
  • Magnethaken für die Stahlwände der Kabine
  • Ein Reiseadapter für US-Steckdosen (Typ A und B)
  • Kleine US-Dollar-Scheine fürs Trinkgeld

Eine Alaska-Kreuzfahrt stellt die üblichen Kreuzfahrt-Regeln auf den Kopf. Statt Sonnendeck und Bademode zählen hier warme Schichten, eine wasserdichte Hülle und ein gutes Fernglas, denn die schönsten Momente passieren draußen an der Reling, wenn ein Buckelwal auftaucht oder eine Gletscherwand ins Wasser bricht. Es bleibt auch im Hochsommer kühl und oft nass, das Wetter wechselt im Stundentakt, und die Landausflüge führen dich über nasse Stege und matschige Pfade. Pack deshalb zuerst dein Schichtsystem, vom Merino-Unterhemd bis zur Regenjacke, und denk daran, dass deine Reise entweder über die USA oder über Kanada verläuft. Den Rest, von den Magnethaken für die Stahlwände bis zum Mittel gegen Reiseübelkeit, haben wir hier so sortiert, wie du wirklich packst.

Was du nicht einpacken solltest

  • Schwere Abendgarderobe · Alaska ist die legerste Kreuzfahrt, ein schickes Outfit genügt
  • Einen Regenschirm · der Wind an der Küste stülpt ihn um, eine Kapuze gewinnt
  • Baumwolle für Deck und Ausflüge · nasse Baumwolle zieht dir die Wärme aus dem Körper, nimm Merino oder Kunstfaser
  • Nagelneue Wanderschuhe · lauf sie vor der Reise ein, sonst gibt es Blasen beim ersten Landgang
  • Nur einen Reiseadapter für Europa · die meisten Alaska-Schiffe sind US-Linien mit Typ A und B bei 120 Volt, und Seattle sowieso; nur deutsche Linien nutzen Euro-Steckdosen, frag im Zweifel deine Reederei
  • Eine Steckdosenleiste mit Überspannungsschutz · auf allen Reedereien verboten, wird bei der Kontrolle eingezogen

Was das Schiff schon bereitstellt

Auf Expeditionsschiffen für die kalten Regionen bekommst du oft noch mehr, frag vor der Reise deine Reederei.

  • Handtücher für Kabine und Ausflüge
  • Seife, Duschgel und Shampoo im Spender
  • Föhn in der Kabine
  • Rettungswesten in der Kabine
  • Gummistiefel und Parka auf vielen Expeditionsschiffen · für die nassen Anlandungen, zum Beispiel bei Hapag-Lloyd

Pack-Tipps und typische Fehler

Zwiebelprinzip statt dicker Mantel

Das Alaska-Wetter springt an einem Nachmittag von Sonne über Regen zu Wind. Drei dünnere Schichten, die du an- und ausziehst, schlagen einen dicken Mantel jedes Mal: eine Merino-Basisschicht, eine Fleece- oder Daunenjacke und darüber eine wirklich wasser- und winddichte Hardshell. So bist du an Deck bei den Gletschern genauso richtig angezogen wie beim Landgang in der Sonne, und in der Kabine nimmt alles wenig Platz weg. Baumwolle bleibt zu Hause, weil sie sich vollsaugt und dich auskühlt.

Ein Fernglas ist auf keiner anderen Kreuzfahrt so wichtig

Die Höhepunkte einer Alaska-Reise passieren in der Ferne: ein Bär am Ufer, ein Weißkopfseeadler im Baum, Wale, die vor dem Bug blasen, und die kalbende Gletscherwand. Ein Fernglas mit acht- oder zehnfacher Vergrößerung holt das alles heran. Nimm ein eigenes mit, denn ein einzelnes teilt sich schlecht, wenn draußen mehrere Tiere gleichzeitig auftauchen. Ein leichtes, wasserfestes Modell hängt dir den ganzen Tag bequem um den Hals.

Pack gegen Reiseübelkeit vor, nicht erst wenn dir schlecht ist

Die geschützte Inside Passage schaukelt wenig, aber sobald das Schiff über offene Abschnitte wie den Golf von Alaska fährt, wird die See rauer. Gegen Reiseübelkeit, also Seekrankheit, hilft ein Mittel am besten, bevor die Symptome da sind. Nimm Tabletten oder Akupressurbänder mit, und wenn du empfindlich bist, buch eine Kabine mittschiffs auf einem niedrigen Deck, dort schaukelt es am wenigsten.

Wasserdichte, griffige Schuhe für die Landgänge

Die Ausflüge in Alaska führen über nasse Holzstege, glitschige Felsen und matschige Wege, und oft steigst du dabei aus einem Zodiac. Wasserdichte Schuhe mit griffiger Sohle halten dich trocken und sicher, wo Turnschuhe längst durchweicht wären. Auf vielen Expeditionsschiffen bekommst du für die nassen Anlandungen sogar Gummistiefel gestellt, das erspart dir schwere Stiefel im Koffer. Neue Schuhe läufst du vorher zu Hause ein.

Klär ESTA und eTA früh, je nach Route

Eine Alaska-Kreuzfahrt beginnt oder endet meist in Seattle in den USA oder in Vancouver in Kanada. Für die USA brauchst du als deutscher Staatsangehöriger einen Reisepass als E-Pass mit Chip und eine ESTA, die du vorab online beantragst. Reist du per Flugzeug nach Kanada an, kommt eine eTA dazu, bei der Einreise allein per Schiff nicht. Beantrage beides nur über die offiziellen Regierungsseiten und rechtzeitig vor der Abreise, denn weder ESTA noch eTA sind eine Garantie für die Einreise, das entscheiden die Grenzbeamten vor Ort.

Was am häufigsten vergessen wird

  • Eine wirklich wasserdichte Jacke und Regenhose, nicht nur wasserabweisend
  • Ein Fernglas für die Wale und Gletscher, auch vom Schiff aus
  • Ein Mittel gegen Reiseübelkeit für die offene Überfahrt über den Golf von Alaska
  • Warme Mütze und Handschuhe, auch mitten im Sommer
  • Kleine US-Dollar-Scheine fürs Trinkgeld, an Bord bekommst du sie schlecht

Was viele hinterher vermisst haben

  • Eine Regenhose zum Überziehen für die nassen Zodiac-Touren und die Walbeobachtung
  • Eine wärmere Zwischenschicht, als du für den Sommer denkst
  • Handwärmer für die eiskalte Gletscherbeobachtung am frühen Morgen
  • Ein eigenes Fernglas, denn ein einzelnes teilt sich schlecht, wenn draußen mehrere Wale gleichzeitig blasen

Häufige Fragen

Was muss auf die Packliste für eine Alaska-Kreuzfahrt?

Warme Schichten mit einer Merino-Basisschicht, einer Fleece- oder Daunenjacke und darüber einer wirklich wasser- und winddichten Regenjacke (Hardshell), dazu Mütze, Handschuhe und wasserdichte, griffige Schuhe für die Landausflüge. Ein Fernglas gehört unbedingt dazu, ebenso ein Mittel gegen Reiseübelkeit, Magnethaken für die Stahlwände der Kabine, ein Reiseadapter für US-Steckdosen und kleine US-Dollar-Scheine fürs Trinkgeld. Ein einziges schickes Outfit reicht für den eleganten Abend. Du kannst die Liste hier abhaken oder als PDF ausdrucken.

Wie kalt ist es auf einer Alaska-Kreuzfahrt im Sommer?

Auch von Juni bis August liegen die Tagestemperaturen meist bei rund 10 bis 20 Grad, an Deck und in der Nähe der Gletscher ist es kühler, und Regen ist häufig. Abende und Landausflüge sind kälter, deshalb brauchst du warme Schichten und eine wasserdichte Jacke im ganzen Sommer, nicht nur im Frühjahr und Herbst. Für die Gletscherfahrt ziehst du dich wärmer an, als das Thermometer vermuten lässt.

Braucht man für eine Alaska-Kreuzfahrt ESTA oder eTA?

Das hängt von deiner Route ab. Für die USA, also den Start in Seattle und die Häfen in Alaska wie Juneau, brauchst du als Deutscher einen E-Pass mit Chip und eine ESTA. Reist du per Flugzeug nach Vancouver in Kanada an, brauchst du zusätzlich eine eTA. Bei der Einreise nach Kanada allein auf dem Seeweg ist die eTA nicht nötig. Im Zweifel prüf beide rechtzeitig auf den offiziellen Regierungsseiten und beantrage sie nie über teure Drittanbieter.

Welche Schuhe braucht man für eine Alaska-Kreuzfahrt?

Wasserdichte Schuhe mit griffiger Sohle für die Landausflüge, denn die führen über nasse Stege, glitschige Felsen und matschige Pfade. Dazu ein bequemes Paar für an Bord und ein elegantes Paar für den schicken Abend. Neue Wanderschuhe läufst du vor der Reise ein, sonst gibt es Blasen. Auf vielen Expeditionsschiffen werden Gummistiefel für die nassen Anlandungen gestellt, dann sparst du dir schwere Stiefel im Koffer.

Braucht man für eine Alaska-Kreuzfahrt formelle Kleidung?

Alaska-Kreuzfahrten sind die legersten überhaupt. Auf den großen Schiffen gibt es meist ein bis zwei elegante oder festliche Abende, aber schick-leger wird fast überall akzeptiert, ein einziges gutes Outfit genügt. Auf Expeditionsschiffen ist der Stil durchgehend sportlich-elegant, ein Jackett reicht für die Willkommens- und Abschiedsabende. Einen Smoking oder ein Ballkleid brauchst du nicht.

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