Packliste Peru
Vom NanoPack-Team · Aktualisiert am · Mit offiziellen Quellen abgeglichen
Was du für Peru einpackst: Das große Thema ist die Höhe. Cusco liegt auf rund 3.400 Metern, und die Höhenkrankheit erwischt viele, die direkt einfliegen, deshalb plan ein bis zwei Tage zum Akklimatisieren ein, geh es langsam an und frag deinen Arzt vor der Reise nach einem Höhenmedikament. Pack im Schichtsystem für warme Tage und kalte Andennächte, dazu eine Regenjacke für die Regenzeit von November bis April und eingelaufene Wanderschuhe für Machu Picchu und die Ruinen. Nimm deinen Reisepass mit, denn du brauchst ihn zum Eintritt nach Machu Picchu, und er muss zu dem Ticket passen, mit dem du gebucht hast. Kauf die Tickets vorher, am Eingang gibt es keine. Peru läuft auf 220 Volt mit Steckdosen vom Typ A und C, dein deutscher Schuko-Stecker passt nicht, also nimm einen Reiseadapter mit, einen Spannungswandler brauchst du bei 220 Volt aber nicht. Bargeld hebst du in Sol ab.
Peru: das Wichtigste auf einen Blick
- Kleidung im Schichtsystem für warme Tage und kalte Nächte
- Eine Regenjacke (Hardshell) für die Regenzeit (Nov bis Apr)
- Ein Höhenmedikament nach Rücksprache mit deinem Arzt
- Eingelaufene Wanderschuhe für Machu Picchu und die Ruinen
- Dein Reisepass, den du für den Eintritt nach Machu Picchu brauchst
- Sonnencreme LSF 30+ und ein Sonnenhut für die starke Höhensonne
- Ein Reiseadapter für Steckdosen vom Typ A und C
- Insektenschutzmittel für die tiefen Täler und den Dschungel
- Ein Dry Bag oder eine Regenhülle für den Rucksack
- Bargeld in Sol
Peru verlangt zuerst von deinem Körper etwas, nicht von deinem Koffer. Cusco liegt höher als mancher Alpengipfel, und wer direkt hinauffliegt, spürt die dünne Luft oft schon in der ersten Nacht. Gib dir ein, zwei Tage zum Ankommen, am besten erst im tiefer gelegenen Heiligen Tal, bevor du Cusco und Machu Picchu angehst. Dazu kommt die zweite Eigenart des Landes: An einem Tag erlebst du pralle Höhensonne und klirrend kalte Nächte, in der Regenzeit auch noch Wolkenbrüche, während es an der Küste und im Amazonasgebiet warm und feucht bleibt. Pack also im Schichtsystem, nimm echten Regenschutz mit, wenn du zwischen November und April reist, und trag den Reisepass bei dir, der dich nach Machu Picchu lässt. Wer diese drei Dinge im Griff hat, die Höhe, das Wetter und die Papiere, hat Peru im Griff.
Höhe und Akklimatisierung
- Ein Höhenmedikament nach Rücksprache mit deinem Arzt · etwa Acetazolamid, vor der Reise reisemedizinisch beraten lassen
- Zwei Tage zum Akklimatisieren · am besten erst im tiefer gelegenen Heiligen Tal, dann Cusco und Machu Picchu
- Eine Trinkflasche · viel trinken, leicht essen, die ersten Tage langsam angehen
- Traubenzucker und leichte Snacks für unterwegs
- Mate de Coca als Hausmittel · wird überall angeboten, hat aber keine sichere vorbeugende Wirkung
- Ibuprofen oder Paracetamol gegen die Kopfschmerzen
Kleidung und Schuhe im Schichtsystem
- Eine Basisschicht aus Merino oder Kunstfaser · niemals Baumwolle, sie hält den Schweiß und kühlt aus
- Eine Fleecejacke oder leichte Isolationsschicht
- Eine Regenjacke (Hardshell), wind- und wasserdicht
- Warme Schichten für die kalten Andennächte
- Eine schnelltrocknende Wanderhose · praktisch mit abzippbaren Beinen
- Leichte Kleidung für die warme Küste und das Amazonasgebiet
- Eine warme Mütze und dünne Handschuhe für die hohen Pässe
- Eingelaufene Wanderschuhe für Machu Picchu und die Ruinen
- Wandersocken ×3 · aus Wolle, plus ein trockenes Paar zum Wechseln
- Leichte Sandalen für die Städte und den Abend
Machu Picchu: Regeln und Tickets
- Deine Machu-Picchu-Tickets, im Voraus gekauft · am Eingang gibt es keine, sie sind oft ausverkauft
- Der Reisepass, mit dem du gebucht hast · du brauchst ihn zum Eintritt, und er muss zum Ticket passen
- Deine Zugtickets nach Aguas Calientes · die sichere Anreise, die Busse über Santa Teresa verunglücken häufig
- Ein kleiner Rucksack, höchstens 40 x 35 x 20 cm und 5 kg · größeres Gepäck musst du am Eingang in der Gepäckaufbewahrung lassen
- Eine gültige Buchung für einen Rundweg und eine Uhrzeit
- Ein Regenponcho oder eine Regenjacke · auf dem Berg regnet es oft und plötzlich
- Wasser und ein paar Snacks in Maßen · großes Essen ist im Heiligtum nicht erlaubt
Reisepass, Geld und Dokumente
- Reisepass · als Deutsche brauchst du für Peru den Reisepass, bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig
- Nachweis über die visumfreie Einreise · touristisch bis zu 90 Tage pro Halbjahr ohne Visum
- Bargeld in Sol und eine Kreditkarte · Landeswährung ist der Peruanische Sol
- Kopien deiner Dokumente · auf Papier und digital, getrennt vom Original
- Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport
- Impfpass (gelbes Impfbuch)
- Deine Reisebuchungen und Hoteladressen, auch offline
Gesundheit und Reiseapotheke
- Eine Reiseapotheke · Schmerzmittel, Pflaster, Wunddesinfektion und Verbandsmaterial
- Mittel gegen Reisedurchfall und Elektrolyte · der häufigste Reisebegleiter, das Leitungswasser ist kein Trinkwasser
- Deine eigenen Medikamente · in der Originalverpackung, mit Rezept oder Attest
- Sonnencreme LSF 30+ und Lippenbalsam mit LSF · in der Höhe brennt die Sonne deutlich stärker
- Eine Sonnenbrille mit gutem UV-Schutz und ein Sonnenhut
- Insektenschutzmittel · für die tiefen Täler und das Amazonasgebiet
- Abgefülltes oder abgekochtes Wasser · auch kein Eis aus Leitungswasser
- Handdesinfektionsmittel und ein paar Feuchttücher
- Zahnbürste & Zahnpasta
Regenzeit (November bis April)
- Eine gute Regenjacke und eine Regenhose
- Wasserdichte Schuhe oder Wanderschuhe mit gutem Profil
- Ein Dry Bag oder eine Regenhülle für den Rucksack
- Schnelltrocknende Kleidung und extra Socken
- Ein Regenponcho für Machu Picchu und die Trekkings
Technik und Steckdose
- Ein Reiseadapter für Steckdosen vom Typ A und C · dein deutscher Schuko-Stecker (Typ F) passt nicht; einen Spannungswandler brauchst du bei 220 Volt aber nicht
- Eine Powerbank und Ladekabel
- Eine Stirnlampe und ein Ersatzakku · für frühe Starts und die häufigen Stromausfälle
- Ein Handy mit Offline-Karten und gespeicherten Adressen
- Eine Kamera und eine Ersatz-Speicherkarte
- Ein Mehrfachstecker · lädt alles an der einen Steckdose im Hostel
Was du nicht einpacken solltest
- Der Plan, sofort hoch nach Cusco zu hetzen · wer direkt einfliegt und gleich lospowert, riskiert die Höhenkrankheit, akklimatisier dich erst
- Die Hoffnung, Machu-Picchu-Tickets am Eingang zu kaufen · die gibt es dort nicht, kauf sie vorab online oder in Cusco
- Ein Reisepass, der nicht zu deinem Ticket passt · ohne den gebuchten Pass kommst du nicht nach Machu Picchu
- Nur Sommerkleidung · die Nächte und die hohen Pässe sind das ganze Jahr kalt
- Schwere Baumwolle für die Regenzeit · Baumwolle bleibt nass, nimm schnelltrocknende Kleidung
- Ein Spannungswandler · Peru hat 220 Volt wie Deutschland, du brauchst nur einen Steckdosenadapter
Pack-Tipps und typische Fehler
Respektier die Höhe
Cusco liegt auf rund 3.400 Metern, höher als viele je waren, und die Höhenkrankheit trifft besonders die, die direkt einfliegen. Plan ein bis zwei ruhige Tage zum Akklimatisieren ein, am besten erst im tiefer gelegenen Heiligen Tal, geh es langsam an, trink viel und iss leicht. Frag deinen Arzt vor der Reise nach einem Höhenmedikament wie Acetazolamid. Mate de Coca bekommst du überall, für manche lindert es die Beschwerden, eine sichere vorbeugende Wirkung hat es aber nicht. Wenn Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit trotz Pause und einer Übernachtung nicht verschwinden, steig ab, unter 2.000 Meter.
Dein Reisepass ist deine Eintrittskarte
Nach Machu Picchu kommst du nur mit deinem Reisepass, und es muss genau der Pass sein, mit dem du das Ticket gekauft hast, also trag ihn bei dir und prüf vor der Reise, dass alle Daten stimmen. Am Eingang gilt außerdem ein Gepäcklimit: großes oder schweres Gepäck über etwa 40 x 35 x 20 Zentimeter und 5 Kilo musst du in der Gepäckaufbewahrung abgeben. Ein kleiner Tagesrucksack reicht ohnehin.
Kauf die Tickets vorher und nimm den Zug
Die Eintritte für Machu Picchu und die Züge sind oft ausverkauft und werden nicht am Eingang verkauft, also buch sie rechtzeitig online oder in Cusco und wähl gleich deinen Rundweg und die Uhrzeit. Die sichere Anreise führt mit dem Zug über Aguas Calientes. Die günstige Route mit dem Bus über Santa Teresa und Hidroeléctrica läuft über unbefestigte Bergstraßen und gilt als deutlich gefährlicher.
Pack für warme Tage, kalte Nächte und Regen
Die Anden schwanken von praller Mittagssonne zu richtig kalten Nächten, und die Regenzeit läuft von November bis April, also brauchst du beides, warme Schichten und eine ordentliche Regenjacke. An der Küste um Lima und im Amazonasgebiet ist es dagegen warm und oft feucht, dafür packst du leichte Sachen. Ein Schichtsystem aus Merino, Fleece und einer Hardshell deckt die ganze Bandbreite ab, ohne dass du für jede Zone einen eigenen Koffer brauchst.
Gelbfieber nur fürs Amazonasgebiet
Eine Gelbfieberimpfung ist laut Auswärtigem Amt nur für Reisen ins Amazonastiefland unterhalb von 2.300 Metern empfohlen, etwa nach Loreto oder Madre de Dios. Für Cusco, das Heilige Tal und Machu Picchu, die alle höher liegen, brauchst du sie nicht, und bei direkter Einreise aus Deutschland ist keine Impfung Pflicht. Empfohlen sind je nach Reise Impfungen wie Hepatitis A. Lass dich rechtzeitig reisemedizinisch beraten und pack deine Reiseapotheke samt einem Mittel gegen Reisedurchfall, denn das Leitungswasser ist kein Trinkwasser.
Was am häufigsten vergessen wird
- Ein Höhenmedikament und die Zeit, dich in Cusco oder im Tal zu akklimatisieren
- Deinen Reisepass, er muss zu deinem Machu-Picchu-Ticket passen
- Eine Regenjacke für die Regenzeit von November bis April
- Warme Schichten für die kalten Nächte in den Anden
- Einen Reiseadapter, dein Schuko-Stecker passt in Peru nicht
Was viele hinterher vermisst haben
- Eine warme Mütze und Handschuhe für die kalten Höhenpässe
- Ein Dry Bag, der deine Sachen in der Regenzeit trocken hält
- Eingelaufene Wanderschuhe, denen du auf den Ruinen vertraust
- Einen Reiseadapter, den du schon am ersten Abend brauchst
Häufige Fragen
Was gehört auf die Packliste für Peru?
Kleidung im Schichtsystem für warme Tage und kalte Andennächte, eine Regenjacke für die Regenzeit von November bis April, ein Höhenmedikament nach Rücksprache mit deinem Arzt, eingelaufene Wanderschuhe, Sonnencreme LSF 30+ für die starke Höhensonne, ein Reiseadapter für die Steckdosen vom Typ A und C und dein Reisepass, den du für den Eintritt nach Machu Picchu brauchst. Bargeld hebst du in Sol ab. Du kannst die Liste hier abhaken oder als PDF ausdrucken.
Wie vermeidet man die Höhenkrankheit in Cusco?
Gib deinem Körper Zeit: Verbring ein bis zwei Tage ruhig auf Höhe, am besten erst im tiefer gelegenen Heiligen Tal, bevor du Cusco und Machu Picchu angehst, geh es langsam an, trink viel Wasser und iss leicht. Ein Höhenmedikament wie Acetazolamid besprichst du vorher mit deinem Arzt. Mate de Coca wird überall angeboten, hat aber keine sichere vorbeugende Wirkung. Verschwinden Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit trotz Pause und Übernachtung nicht, solltest du unter 2.000 Meter absteigen.
Braucht man für Peru eine Gelbfieberimpfung?
Nur fürs Amazonastiefland. Das Auswärtige Amt empfiehlt die Gelbfieberimpfung für Reisen in Gebiete unterhalb von 2.300 Metern, etwa Loreto oder Madre de Dios. Für Cusco, das Heilige Tal und Machu Picchu, die alle höher liegen, brauchst du sie nicht, und bei direkter Einreise aus Deutschland ist keine Impfung Pflicht. Lass dich vor der Reise reisemedizinisch beraten.
Braucht man den Reisepass für Machu Picchu?
Ja. Du musst deinen Reisepass zum Eintritt vorzeigen, und es muss der Pass sein, mit dem du das Ticket gekauft hast. Tickets gibt es nicht am Eingang, kauf sie vorab online oder in Cusco. Am Eingang gilt ein Gepäcklimit von etwa 40 x 35 x 20 Zentimeter und 5 Kilo, größere Rucksäcke musst du abgeben.
Welchen Reiseadapter braucht man für Peru?
Peru hat Steckdosen vom Typ A und C und 220 Volt, dein deutscher Schuko-Stecker vom Typ F passt dort nicht, also nimm einen Reiseadapter mit. Einen Spannungswandler brauchst du nicht, denn 220 Volt sind praktisch dieselbe Spannung wie die 230 Volt zu Hause, deutsche Geräte laufen damit problemlos.