Packliste Safari
Vom NanoPack-Team · Aktualisiert am · Mit offiziellen Quellen abgeglichen
Was du für eine Safari einpackst: Trag gedeckte Naturtöne wie Khaki, Oliv, Beige und Sand und lass kräftiges Blau und Schwarz zu Hause, denn sie ziehen die stechenden Tsetse-Fliegen an. Nimm lange Ärmel und lange Hosen gegen Sonne, Mücken und den kühlen Fahrtwind, dazu warme Schichten für die eiskalte Pirschfahrt vor Sonnenaufgang und eine dünne langärmlige Schicht für die Dämmerung. Pack alles in eine weiche Reisetasche statt in einen Hartschalenkoffer, weil die Buschflieger dich oft auf etwa 15 kg begrenzen. Ein eigenes Fernglas und eine Kamera mit Zoom samt Ersatzakkus gehören dazu, außerdem Sonnenschutz, Insektenschutz mit DEET und die Reiseapotheke. Kläre Malariaprophylaxe und den Gelbfieber-Nachweis rechtzeitig reisemedizinisch ab. Neutral, leicht und in Schichten fasst es zusammen.
Safari: das Wichtigste auf einen Blick
- Gedeckte Naturtöne, kein Blau oder Schwarz
- Lange Ärmel und lange Hosen
- Warme Schichten für die kalte Morgen-Pirschfahrt
- Eine weiche Reisetasche, oft bis etwa 15 kg im Buschflieger
- Ein eigenes Fernglas und eine Kamera mit Zoom
- Sonnencreme LSF 30+, Sonnenhut und Sonnenbrille
- Insektenschutz mit DEET und deine Malariaprophylaxe
- Impfpass (gelbes Impfbuch) mit Gelbfieber-Nachweis je nach Route
- Stirnlampe und eine Powerbank fürs Camp
- Reiseadapter und Bargeld je nach Land
Auf einer Safari entscheiden ein paar ungewohnte Regeln über deine Liste: welche Farben du trägst, wie schwer deine Tasche sein darf und wie viele Schichten du dabeihast. Die Pirschfahrten starten vor Sonnenaufgang im offenen Wagen, und dann ist es bitterkalt, während dieselbe Piste mittags in der Sonne glüht. Gedeckte Naturtöne halten dich unauffällig und die Tsetse-Fliegen fern, eine weiche Reisetasche bleibt unter dem knappen Gewichtslimit der Buschflieger, und warme Schichten retten den frühen Morgen. Dazu kommt die Gesundheitsvorsorge, die du nicht erst am Flughafen regelst: Malariaprophylaxe, Mückenschutz und je nach Route der Gelbfieber-Nachweis im gelben Impfbuch. Wenn die Farben, das Gewicht und die Impfungen stimmen, ist die schwierigere Hälfte der Safari-Packerei schon erledigt.
Kleidung: neutral und gedeckt
- Gedeckte Naturtöne: Khaki, Oliv, Beige, Sand und helles Grau · kein kräftiges Blau oder Schwarz wegen der Tsetse-Fliegen und kein grelles Weiß, das den Staub zeigt
- Langärmlige Hemden und lange Hosen · Schutz vor Sonne, Mücken und kühlem Fahrtwind im offenen Wagen
- Eine Zip-off-Hose mit abnehmbaren Beinen
- T-Shirts und ein, zwei kurze Hosen für den Tag
- Badesachen für den Pool in der Lodge
- Leichte Wechselwäsche · viele Camps waschen gegen einen kleinen Aufpreis
Schichten für kalte Morgen und heiße Mittage
- Eine Fleecejacke · der Morgen im offenen Fahrzeug ist bitterkalt
- Eine winddichte Schicht oder Softshell
- Eine warme Mütze und dünne Handschuhe für die frühe Pirschfahrt
- Ein Schlauchschal (Buff) gegen Staub und Sonne
- Eine dünne langärmlige Schicht für die Dämmerung · wenn die Mücken aktiv werden
- Ein Sonnenhut mit breiter Krempe
- Eine leichte Regenjacke · je nach Reisezeit und Region
Schuhe
- Bequeme geschlossene Wander- oder Trekkingschuhe
- Leichte Sandalen fürs Camp und die Lodge
- Warme Socken für die Morgenfahrt
Das Gepäck: weiche Reisetasche
- Eine weiche Reisetasche (Duffel), kein Hartschalenkoffer · Buschflieger begrenzen dich oft auf etwa 15 kg in weichem Gepäck
- Ein kleiner Tagesrucksack fürs Fahrzeug
- Packbeutel oder Packwürfel · halten Ordnung und den feinen Staub draußen
- Ein paar wiederverschließbare Beutel · schützen Kamera und Handy vor dem Staub
Fernglas, Kamera und Technik
- Ein eigenes Fernglas (8x42 oder 10x42) · ein geteiltes reicht nie, wenn alle denselben Löwen ansehen
- Eine Kamera mit Teleobjektiv oder starkem Zoom
- Ersatzakkus und mehrere Speicherkarten
- Ein Bohnensack oder eine Auflage für lange Objektive
- Staubschutz für die Kamera: ein Blasebalg und ein Mikrofasertuch
- Eine Stirnlampe oder Taschenlampe fürs Camp
- Eine Powerbank · viele Camps haben nur begrenzt Strom
- Ein Reiseadapter je nach Land · Kenia und Tansania Typ G, Südafrika Typ M und N; überall rund 230 Volt wie zu Hause, also genügt ein Adapter
Sonne, Mücken und Gesundheit
- Sonnencreme LSF 30+ und Lippenpflege mit LSF
- Eine Sonnenbrille
- Insektenschutzmittel mit DEET · der bewährte Wirkstoff gegen Mücken; morgens, in der Dämmerung und nachts auftragen
- Deine Malariaprophylaxe · je nach Route reisemedizinisch verordnet; in Kenia und Tansania herrscht ganzjährig ein hohes Risiko
- Ein Erste-Hilfe-Set und Elektrolyte
- Ein Mittel gegen Durchfall und deine eigenen Medikamente · in der Originalverpackung
- Ein imprägniertes Moskitonetz je nach Unterkunft
- Händedesinfektionsmittel und eine wiederverwendbare Trinkflasche
- Zahnbürste & Zahnpasta und der übliche Kulturbeutel
Reisedokumente, Impfpass und Geld
- Reisepass · bei der Einreise oft noch mindestens 6 Monate gültig
- Visum oder eine Online-Einreisegenehmigung (eTA) · je nach Land vorab beantragen
- Impfpass (gelbes Impfbuch) mit Gelbfieber-Nachweis · je nach Route verlangt, etwa wenn du über ein Gelbfiebergebiet einreist
- Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport · mit Flugrettung, denn die Reservate liegen weit von Kliniken entfernt
- Kopien aller Dokumente, auf Papier und digital
- Bargeld in Landeswährung · Kenia-Schilling, Tansania-Schilling oder südafrikanischer Rand, dazu ein paar US-Dollar fürs Trinkgeld
Was du nicht einpacken solltest
- Kleidung in kräftigem Blau oder Schwarz · Tsetse-Fliegen werden davon stark angezogen; nimm Khaki, Oliv und Beige
- Tarnkleidung und Tarnmuster · in Kenia, Tansania und weiteren afrikanischen Ländern für Zivilisten verboten und dem Militär vorbehalten
- Ein Hartschalenkoffer · Buschflieger brauchen eine weiche, zusammendrückbare Reisetasche und begrenzen dich oft auf etwa 15 kg
- Grelles Weiß und knallige Farben · sie zeigen jeden Staub und fallen den Tieren auf
- Mehr als das Gewichtslimit · die kleinen Flugzeuge nehmen es schlicht nicht mit
- Eine Drohne · in vielen Nationalparks und Reservaten verboten oder nur mit Genehmigung erlaubt
Pack-Tipps und typische Fehler
Gedeckte Farben, niemals Blau oder Schwarz
Khaki, Oliv, Beige und Sand halten dich kühl und unauffällig. Kräftiges Blau und Schwarz ziehen die stechenden Tsetse-Fliegen an, deshalb bleiben sie zu Hause, ebenso wie Tarnkleidung: Tarnmuster ist in Kenia, Tansania und mehreren anderen afrikanischen Ländern für Zivilisten verboten und dem Militär vorbehalten. Grelles Weiß zeigt jeden Staub und fällt den Tieren auf, gedeckte Naturtöne sind die sichere Wahl.
Pack in eine weiche Reisetasche, keinen Koffer
Die kleinen Buschflieger auf Fly-in-Safaris begrenzen dich meist auf rund 15 kg, in einer weichen Tasche, die in ihre schmalen Laderäume passt. Ein Hartschalenkoffer geht dort schlicht nicht hinein, also pack in eine zusammendrückbare Reisetasche (Duffel) und nimm einen kleinen Tagesrucksack fürs Fahrzeug mit. Prüf das genaue Freigepäck bei deinem Anbieter, es ist knapper als im Linienflug.
Zieh dich nach dem Zwiebelprinzip an
Die Pirschfahrt startet vor Sonnenaufgang im offenen Wagen, und dann ist es richtig kalt. Eine Fleecejacke, eine winddichte Schicht, ein Schlauchschal und eine warme Mütze machen den Unterschied, und im Lauf des Vormittags ziehst du wieder aus, bis mittags die Hitze steht. Für die Dämmerung nimmst du eine dünne langärmlige Schicht, die gleichzeitig vor den Mücken schützt.
Kläre Impfungen und Malaria vor der Reise
Eine Gelbfieberimpfung ist bei der direkten Anreise aus Deutschland meist keine Pflicht, aber sobald deine Route über ein Gelbfiebergebiet führt oder du mehrere Länder verbindest, wird der Nachweis im gelben Impfbuch ab dem ersten Lebensjahr verlangt; für weite Teile Kenias wird die Impfung ohnehin empfohlen. In Kenia und Tansania herrscht unterhalb von etwa 2.500 Metern ganzjährig ein hohes Malariarisiko, deshalb gehören eine reisemedizinisch verordnete Prophylaxe, ein Insektenschutz mit DEET, langärmlige Kleidung in der Dämmerung und je nach Unterkunft ein Moskitonetz dazu. Lass dich einige Wochen vor dem Flug reisemedizinisch beraten.
Nimm dein eigenes Fernglas und genug Strom für die Kamera
Ein einzelnes geteiltes Fernglas reicht nie, wenn alle denselben Löwen ansehen. Dein eigenes Fernglas und eine Kamera mit Teleobjektiv sind der Unterschied zwischen einem fernen Fleck und einem Tier, das du wirklich siehst. Nimm Ersatzakkus und mehrere Speicherkarten mit, einen Staubschutz für die Kamera und eine Powerbank, denn viele Camps haben nur begrenzt Strom.
Was am häufigsten vergessen wird
- Gedeckte Farben statt Blau oder Schwarz, wegen der Tsetse-Fliegen
- Warme Schichten für die eiskalte Pirschfahrt vor Sonnenaufgang
- Ein eigenes Fernglas, ein geteiltes reicht nie
- Impfpass (gelbes Impfbuch) mit dem Gelbfieber-Nachweis, je nach Route
- Insektenschutz mit DEET und die Malariaprophylaxe, rechtzeitig besorgt
Was viele hinterher vermisst haben
- Ein Schlauchschal (Buff) gegen den Staub auf der Piste
- Eine winddichte Schicht fürs offene Safari-Fahrzeug
- Eine Powerbank, weil viele Camps nur begrenzt Strom haben
- Ersatzakkus und eine Speicherkarte mehr für die Kamera
Häufige Fragen
Was zieht man auf einer Safari an?
Gedeckte Naturtöne wie Khaki, Oliv, Beige und Sand, dazu langärmlige Hemden und lange Hosen gegen Sonne, Mücken und den kühlen Fahrtwind, plus warme Schichten für die kalte Morgen-Pirschfahrt. Lass kräftiges Blau und Schwarz zu Hause, denn sie ziehen Tsetse-Fliegen an, und verzichte auf Tarnkleidung sowie grelles Weiß. Du kannst die Liste hier abhaken oder als PDF ausdrucken.
Warum trägt man auf Safari kein Blau oder Schwarz?
Die stechenden Tsetse-Fliegen werden von kräftigem Blau und Schwarz stark angezogen, so sehr, dass die Fallen zum Fangen der Fliegen in diesen Farben gehalten sind. Gedeckte Naturtöne wie Khaki, Oliv und Beige halten die Fliegen fern, verscheuchen die Tiere nicht und halten dich in der Sonne kühler.
Welche Impfungen und welchen Mückenschutz braucht man für eine Safari?
Je nach Route wird der Nachweis einer Gelbfieberimpfung im gelben Impfbuch verlangt, vor allem bei der Einreise aus einem Gelbfiebergebiet; für weite Teile Kenias wird die Impfung empfohlen. In Kenia und Tansania besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko, deshalb gehören eine reisemedizinisch verordnete Malariaprophylaxe, ein Insektenschutz mit DEET, langärmlige Kleidung in der Dämmerung und je nach Unterkunft ein Moskitonetz dazu. Lass dich vor der Reise reisemedizinisch beraten.
Welche Tasche nimmt man für eine Safari mit?
Eine weiche, zusammendrückbare Reisetasche (Duffel), keinen Hartschalenkoffer. Die kleinen Buschflieger auf Fly-in-Safaris haben schmale Laderäume und ein knappes Gewichtslimit von meist rund 15 kg, deshalb ist eine weiche Tasche, die sich klein packen lässt, die richtige Wahl. Dazu kommt ein kleiner Tagesrucksack fürs Fahrzeug.
Was vergessen die meisten auf einer Safari?
Gedeckte Farben statt Blau oder Schwarz, eine weiche Tasche im Gewichtslimit, warme Schichten für die eiskalte Morgenfahrt, ein eigenes Fernglas, einen Schlauchschal gegen den Staub und eine Powerbank für Camps mit wenig Strom. Genau diese Dinge lässt man zu Hause, weil man bei Afrika zuerst an Hitze denkt.